Während Deutschland über vegane Würstchen diskutiert, werden in Brüssel und Berlin Entscheidungen getroffen, die tatsächlich wichtig sind – aber kaum jemand bekommt sie mit. Warum? Weil mediale Ablenkungsmanöver besser funktionieren als jede Werbekampagne.
In dieser Folge sprechen wir – Philipp und Martin – über das Phänomen der „Dead Cat“-Strategie, das Prinzip „Agenda Setting“ und die Macht des Framings: Warum reden wir lieber über Sojaburger statt über Sicherheits- oder Bildungspolitik? Wie werden Themen in den Medien so verpackt, dass sie Klicks bringen – selbst wenn sie völlig belanglos sind? Und was passiert mit unserer Demokratie, wenn wir nicht mehr merken, dass wir auf Nebenschauplätzen tanzen?
Zwischendurch wird’s auch spielerisch: Wir battlen uns um die absurdesten Produktnamen, die nicht halten, was sie versprechen – von Babyöl bis Glückskeks. Doch hinter dem Spaß steckt ein ernster Kern: Medienkompetenz ist kein Luxus, sondern überlebenswichtig in einer Zeit, in der Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist.
Wir sind keine Nachrichtensprecher, sondern zwei Menschen, die hinschauen, nachfragen und manchmal den Kopf schütteln. „Noch unser Deutschland?“ ist der Podcast über das Land, in dem wir leben – kritisch, queer, nahbar. Wir wollen verstehen, was hinter den Schlagzeilen steckt. Und wir fragen uns:
Was passiert, wenn die echten Themen immer seltener auf den Tisch kommen – außer vielleicht als tote Katze?