Die 10 skurrilsten Ereignisse 2025 – oder: unser persönlicher Jahresrückblick

2025 war absurd und ernst zugleich: Hier kommen die 10 skurrilsten Ereignisse – und warum wir im Podcast trotzdem über Hoffnung sprechen.

Manchmal wirkt das Jahr wie ein einziger, sehr langer Gruppenchat: irgendwer postet einen absurden Screenshot, jemand anderes schreit „Das kann nicht echt sein!“, und am Ende stellt sich raus – doch, war’s. Genau so hat sich 2025 für uns angefühlt.

Nicht unbedingt wegen dem einen großen Moment, der alles verändert hat – sondern weil sich vieles wie ein schleichender Rückwärtsgang anfühlt. Der Ton wird rauer, die Debatten werden härter, und irgendwie steht man häufiger da und fragt sich: Wie soll man da bitte ruhig bleiben?

Wir sind Martin und Philipp, ein Paar aus dem Sauerland (mit zwei Dalmatinern, einer Portion Öko-Tick und einer sehr realen „Bitte-kein-Böller“-Allergie). In unserem Podcast „Noch unser Deutschland?“ sprechen wir genau darüber: Wie fühlt sich dieses Land gerade an – und was macht das mit uns? Episode 9 ist unser persönlicher Jahresrückblick. Ein bisschen politisch, ein bisschen Dorfleben, viel Bauchgefühl. Und weil man in so einem Jahr manchmal nur überlebt, wenn man auch lachen kann, haben wir uns die absurdesten Schlagzeilen des Jahres angeschaut.

Denn Humor ist nicht Ignoranz. Humor ist manchmal einfach Selbstschutz.

Die 10 skurrilsten Ereignisse 2025

Hier kommen zehn Geschichten, die wir uns wirklich nicht ausdenken mussten – und die trotzdem klingen wie aus einem sehr schlechten Drehbuch:

  1. Schwimmende Sexpuppe im Kanal: Spaziergänger melden einen „leblosen Körper“, Feuerwehr & Polizei rücken an – und dann… ja. War’s eine täuschend echte Puppe.
  2. ICE-Einsatz wegen eingeklemmtem Arm: Ein Fahrgast klemmt sich so unglücklich fest, dass die Feuerwehr den Zug stoppen und ihn befreien muss.
  3. Harry Styles läuft den Berlin-Marathon – undercover: Mit Kappe, Sonnenbrille und falschem Namen. Und Mitläufer so: „Irgendwie bekannt…“
  4. Dieb mit 3,61 Promille: Beute: zwei Flaschen Wodka. Erstaunlich ansprechbar. Medizinisch eher… abenteuerlich.
  5. Gestohlenes Goldgebiss: Kein Tresor, kein Schmuck – einfach ein Zahnersatz mit Goldanteil. Zielgerichtet. Deutschland 2025: kannste dir nicht ausdenken.
  6. KFC-Zahnpasta: Ja, wirklich. Zahnpasta mit „Original Recipe“-Gewürzmischung. Gebratene Hähnchen-Vibes fürs Badezimmer.
  7. Übernachtung im fremden Hotelzimmer: Tür offen, Mensch rein, schlafen gelegt, morgens gegangen. Juristisch Hausfriedensbruch – moralisch: wilder Plot-Twist.
  8. Welsangriffe am Brombachsee: Ein zwei Meter langer Wels beißt Badegäste – wird später gefangen und portionsweise zubereitet.
  9. Schweinshaxe in der Tankstelle: Streit eskaliert, Kunde wirft Schweinshaxe nach Verkäuferin. Niemand verletzt, aber… was.
  10. Bettlaken-Flucht (mit Desaster-Finale): Jemand knotet Bettlaken zusammen, will abhauen, stürzt aufs Vordach – und die Realität macht wieder ihr Ding.

Und während man über sowas lacht, merkt man plötzlich: Dieses Jahr hatte eine seltsame Doppelbelichtung. Auf der einen Seite komplett absurd, auf der anderen Seite ziemlich ernst.

Zwischen „Fest der Motorsäge“ und echter Angst

In unserem Jahresrückblick haben wir genau dieses Gefühl: Du guckst auf Weihnachtsbäume, die millionenfach gefällt werden, und denkst: Warum regen wir uns über Windräder auf, aber nicht über diesen Wahnsinn? Du siehst, wie zu Silvester hunderte Millionen Euro in zehn Minuten verpuffen – und gleichzeitig reden alle davon, dass „kein Geld da“ ist.

Und dann kommt das andere 2025: Antisemitismus, der wieder sichtbarer wird. Debatten, die nicht mehr sachlich sind, sondern wie ein Kampf um die lauteste Empörung wirken. Social Media, das dich in fünf Sekunden von „oh, ein Video über Windkraft“ zu „Hasskommentare des Grauens“ katapultiert. Und dieses Gefühl, dass da draußen Leute sitzen, die nicht miteinander reden, sondern übereinander.

Vielleicht ist das der Punkt, an dem wir persönlich werden müssen: Uns macht das nicht nur „Sorgen“, es macht was mit uns. Das merkt man an Kleinigkeiten. An dem Moment, in dem du Kommentare unter Nachrichtenseiten liest und danach erstmal dein Handy weglegen musst. An dem Gedanken, ob man in diesem Land noch entspannt leben kann, wenn man nicht ins Bild passt. Oder wenn du zwei Hunde hast, die bei jedem Knall panisch werden und du dich fragst, warum „Tradition“ so oft wichtiger ist als Rücksicht.

Und trotzdem: kleine Hoffnungsinseln

Trotzdem gibt es sie – diese Momente, die 2025 für uns getragen haben. Unser Wahlkampf (intensiv, anstrengend, aber auch: Wir haben uns getraut). Unser Familienzuwachs (Ansgar!). Und unser kleines Wohnmobil „Heku“ – das vielleicht nicht perfekt ist, aber genau für das steht, was wir gerade brauchen: raus, Luft holen, mal Abstand gewinnen.

Und ja: Eskapismus hilft. Bei uns hieß der 2025 auch „Stranger Things“ (mehrere Anläufe, mehrere Einschlafmomente, dann plötzlich: total drin). Vielleicht muss man manchmal in eine andere Welt flüchten, um diese hier wieder auszuhalten.

Warum dieser Podcast genau jetzt passt

Episode 9 ist unser Versuch, 2025 nicht einfach nur „abzuhaken“, sondern einzuordnen: Was hat uns aufgeregt? Was hat uns traurig gemacht? Was hat uns Hoffnung gegeben? Und wie hoch ist unser persönlicher „Auswanderfaktor“, wenn wir ehrlich sind?

Wenn du auch manchmal zwischen Kopfschütteln und Lachkrampf schwankst – zwischen „Was ist hier los?“ und „Okay, ich will trotzdem nicht zynisch werden“ – dann hör rein.