„Social Media Pause“ – Auswandern im Kopf

Wir testen eine Social Media Pause – nicht als Dogma, sondern als Experiment. In Folge 10 reden wir über Druck, Auswandern im Kopf und warum weniger Input uns wieder handlungsfähig macht.

Eine Social Media Pause klingt erst mal nach Verzicht. Bei uns fühlt sie sich gerade nach Luft an. In Folge 10 sitzen wir auf der Couch, die Hunde sind müde, und wir merken: Unser Kopf ist voll. Job, News, Druck, Dauer-Scrollen. Wir wollen auswandern. Aber wir wollen auch jetzt besser leben. Darum testen wir, was passiert, wenn wir digital einen Schritt zurückgehen.

Warum wir gerade eine Social Media Pause starten

Martin stellt sein Instagram ab. Nicht aus Drama. Sondern weil ihn dieses Gefühl nervt: Irgendwer bestimmt, was er sehen soll. Und wie er posten „muss“, damit es gut läuft. 

Philipp ziehe mit. Und das Verrückte ist: Es fällt kaum jemandem auf. Auf unserem Podcast-Profil passiert kurz nichts — und die Welt dreht sich weiter. Das entspannt uns sofort. 

Und es kommt noch etwas dazu: Social Media fühlt sich gerade extrem schnell an. Viel Oberfläche. Viel Vergleich. Wir wollen den Druck rausnehmen. Wir wollen, dass es sich nach uns anfühlt. Genau dafür hilft uns die Social Media Pause

Was sich im Alltag verändert, wenn wir weniger scrollen

Wir merken schnell: Wenn wir weniger passiv konsumieren, wird es in uns ruhiger. Nicht magisch. Aber spürbar. Wir sind nicht dauernd in Alarm-Stimmung. Und wir hängen weniger an schlechten Nachrichten. 

Martin sagt es in der Folge ziemlich klar: Dieses ständige „der hat dies, der hat das“ tut vielen Menschen nicht gut. Und er beobachtet bei sich selbst: Weniger Input verbessert sein Gefühl im Alltag. 

Wir schauen auch kurz nach Quellen. Eine Studie berichtet: Wenn Menschen ihre Nutzung stark begrenzen (zum Beispiel auf rund 30 Minuten pro Tag), sinken Einsamkeit und depressive Symptome in der Versuchsgruppe.

Und eine große Untersuchung mit Facebook-Deaktivierung zeigt: Eine Pause kann Wohlbefinden erhöhen und gleichzeitig Zeit für anderes freimachen.

Für uns heißt das nicht: Social Media ist „schlecht“. Für uns heißt es: Die Dosis zählt. Und unsere Dosis ist gerade zu hoch. Darum bleibt die Social Media Pause erstmal stehen.

Auswandern: Wir merken, es beginnt auch im Kopf

Wir wollen auswandern. Der Plan bleibt. Gleichzeitig sagt Martin etwas, das bei uns hängen bleibt: Vielleicht geht es gerade nicht um ein Land. Vielleicht geht es um ein „übertragenes Auswandern“. 

Also: raus aus Dingen, die uns fertig machen. Social-Media-Wahnsinn. Stress im Job. Konflikte. Diese täglichen Schleifen, die Energie fressen. Wir können nicht alles da draußen lösen. Aber wir können entscheiden, womit wir unseren Kopf füllen. 

Das fühlt sich nicht nach Kapitulation an. Es fühlt sich nach Selbstschutz an. Und nach Klarheit: Wenn wir irgendwann wirklich gehen, wollen wir nicht aus Erschöpfung gehen. Wir wollen aus Überzeugung gehen. Darum üben wir gerade im Kleinen — und die Social Media Pause ist ein Teil davon.

Sport, Essen, Heku: Wir bauen uns gerade kleine Anker

In der Folge reden wir auch über Körper und Alltag. Martin macht Sportfasten. Er beschreibt es als Challenge, die ihn erdet. Und er merkt: Weniger Zucker macht ihn vitaler. 

Philipp testet parallel eine Kalorien-App. Nicht als Druck. Eher als Lernhilfe. Er will verstehen, was er isst, und er sieht erste Effekte. Das motiviert gerade. 

Und dann ist da Heku. Unser Camper wird zum echten „Anker-Thema“. Wir kümmern uns, wir planen, wir testen. An Silvester schlafen wir sogar das erste Mal drin, weil wir dem Geballer entkommen wollen. Für die Hunde ist das wichtig. Für uns auch. 

Dazu kommt: Wir buchen spontan Slowenien für die Osterferien. Bauernhof, wenig Trubel, endlich mal raus. Genau solche Pläne helfen uns, den Kopf nicht nur mit Problemen zu füllen. 

So machen wir die Social Media Pause alltagstauglich

Wir merken: Eine Social Media Pause klappt nur, wenn sie nicht wie Strafe klingt. Darum halten wir es simpel:

  • Push-Nachrichten aus.
  • Feste Zeiten statt „kurz mal“.
  • Apps aus dem Sichtfeld, damit der Griff nicht automatisch passiert.
  • Lieber selten posten, dafür ehrlich.
  • Vor dem Öffnen kurz fragen: „Warum mache ich das gerade?“ 

Wenn du das testen willst, fang klein an. Ein Tag reicht als Start. Und wenn du zurückgehst, geh bewusst zurück. Nicht, weil du „musst“. Sondern weil du willst.

Unser nächster leiser Schritt

Die Social Media Pause löst nicht alles. Aber sie macht etwas leichter: unseren Kopf. Und damit auch unsere nächsten Schritte. Wir wollen Neues wagen. Wir wollen raus aus dem Dauerrauschen. Vielleicht willst du das auch?